DOKfilm im Roten Saal

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Die Filmreihe "DOKfilm im Roten Saal" des städtischen Kulturinstituts richtet seit dem Jahr 2010 den Focus auf aktuelle nationale und internationale Dokumentarfilme und gab damit dem Dokumentarfilm in Braunschweig die erste Plattform mit regelmäßigen Vorführungen.

Die Reihe versteht sich als Ergänzung zum übrigen Filmangebot in Braunschweig. Gezeigt werden Produktionen zu aktuellen, gesellschaftspolitisch relevanten Themen sowie Dokumentarfilme im Themenspektrum Kunst und Kultur.

Da die Filmvorführungen stets gut besucht sind, wird empfohlen, Karten für die Vorführungen zu bestellen. Nutzen Sie dafür die online-Bestellmöglichkeit bei den Filmankündigungen. 

Bitte beachten Sie, dass Sie keine gesonderte Bestätigungsemail erhalten.

Sollten Sie Karten reserviert haben und doch nicht benötigen, bitten wir um Ihre Absage unter Tel. 0531 470 4848 od. per Email unter rotersaal@braunschweig.de.

Eintrittspreise: 5,00 €/4,00 € (ermäßigt)

DO 28. MÄRZ 2019 | 19:30 Uhr: EX LIBRIS - Die Public Library von New York

USA 2017 | Regie: Frederick Wiseman | 197 Min. | OmU | FSK: ab 0

Mit über 51 Millionen Medien ist die New York Public Library eine der größten Bibliotheken der Welt. Doch das 1911 eröffnete Haus ist mehr als ein altehrwürdiges Archiv des Wissens, Sammelns und Bewahrens von Informationen – im Zuge der digitalen Revolution erfindet sich die Bibliothek neu als ein vielschichtiger und lebendiger Ort des gemeinsamen Lernens.

Dokumentarfilm-Legende Frederick Wiseman ist mit seiner Kamera tief in den Kosmos der New York Public Library eingedrungen und hat einen Ort entdeckt, an dem Demokratie gelebt wird. Hier, zwischen Bücherstapeln und Monitoren, kann jeder sein Recht auf Bildung wahrnehmen und sich mit anderen austauschen. Die Kraft der Gedanken ist der Anfang einer besseren Welt.

„Eine Hymne auf das Wissen und die menschliche Neugier!" (epd Film)

DO 25. APRIL 2019 | 19:30 Uhr: HI, AI

Deutschland 2019 | Regie: Isa Willinger | 86 Min. | FSK: ab 12 | OmdU

Humanoide Roboter sind die neuen Lebewesen. Sie arbeiten an der Rezeption, in Shopping Malls oder als Köche – und sie führen Beziehungen mit Menschen. Wie die charmante Androidin Harmony, mit der der Amerikaner Chuck zu einem Roadtrip quer durch die USA aufbricht. Harmony ist die perfekte Partnerin für Chucks Einzelgängerleben. Sie stellt keine übergriffigen Fragen und ist auf Empathie und Komplimente programmiert. Und sie mag Bücher und kann aus dem Stegreif den Futuristen Ray Kurzweil zitieren. Am anderen Ende der Welt, in Tokio, bekommt Sakurai von ihrem Sohn den Roboter Pepper geschenkt, damit sie weniger allein ist. Pepper ist ganz anders als Harmony, wenig interessiert an den Gesprächsthemen der alten Frau, dafür ein Schlitzohr
und Entertainer. Während Harmony und Chuck nach der Liebe suchen und Pepper und Oma die Zeit totschlagen, stellt sich die Frage: Wie werden wir mit künstlicher Intelligenz zusammenleben? Was werden wir gewinnen, was verlieren? Und: Wer sind eigentlich die Hauptfiguren dieser schönen, neuen Welt?

DO 23. MAI 2019 | 19:30 Uhr: WKDW - Was kostet die Welt

Deutschland 2019 | Regie: Bettina Borgfeld | 91 Min. | OmdU

Sark, die im Ärmelkanal gelegene, kleine Insel, war Europas letzter Feudalstaat. Einst britischer Kronbesitz, fanden die ersten demokratischen Wahlen hier erst vor 10 Jahren statt. Keiner der rund 600 Einwohner besaß bislang das Land, auf dem er lebte. Das Leben war einfach und beruhte mehr auf gegenseitigem Vertrauen als auf Gesetzesvorgaben. Aber eine neue Macht verändert das beschauliche Inselleben: Zwei Milliardäre beginnen das Land aufzukaufen, Weinfelder anzulegen und erwerben vier der sechs Hotels. Ihre Firmen besitzen bis jetzt ein Drittel der gesamten Landfläche. Das Inselparlament versucht sich den Maßnahmen entgegenzusetzen, doch die Investoren scheuen keine Kosten und Mühen, um ihre Interessen durchzusetzen. Vor idyllischer Kulisse entfaltet sich ein erbitterter Kampf
um Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit sowie die Auslegung der Rechtslage. So wirft der Film fundamentale, aktuelle Fragen auf nach sozialer Verantwortung, den Schlupflöchern der Finanzindustrie und den Herausforderungen, vor denen diejenigen stehen, die diesen Strategien auf die Spur kommen oder sich ihnen widersetzen wollen.

DO 27. JUNI 2019 | 19:30 Uhr: Die andere Seite von allem

Serbien, Frankreich, Katar 2017 | Regie & Buch: Mila Turajlić | 100 Min. | OmdU | Prädikat besonders wertvoll

Eine Familie wird nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet, ihre Wohnung in Belgrad aufgeteilt. Die Tür dazwischen, die 70 Jahre verschlossen blieb, bildet den Ausgangspunkt einer familiären, politischen und historischen Chronik. Es ist die Familie der Regisseurin, verkörpert von ihrer charismatischen Mutter Srbijanka Turajlic, einer ehemaligen Mathematik- Professorin und eine der Gallionsfiguren von OTPOR, dem demokratischen Widerstand gegen den nationalistischen Diktator Slobodan Milošević. Die Chronik der Familie entwickelt sich zu einem ergreifenden Portrait einer Aktivistin in Zeiten großer Unruhen und politischer Veränderungen und wirft Fragen nach der Verantwortung jeder Generation in Bezug auf die Zukunft auf. Entstanden ist ein außergewöhnlicher und berührender Film, der zugleich die Geschichte eines Landes aus ungewohnter Perspektive erzählt.

DO 25. JULI 2019 | 19:30 Uhr: Christo - Walking on Water

USA, Italien 2018 | Regie: Andrey Paounov | 100 Min.| OmdU

Vor dem malerischen Bergpanorama der italienischen Alpen realisierte der legendäre Installationskünstler Christo 2016 auf dem Lago d‘Iseo seine „Floating Piers“. Mit leuchtend gelben Stoffbahnen bespannte Stege aus schwankenden Pontons verbanden die beiden Inseln Monte Isola und San Paolo mit dem Ufer und zeichneten ein abstraktes Kunstwerk in die Landschaft. Das Werk existierte nur für 16 Tage, ermöglichte es aber über 1,2 Millionen Besuchern auf dem Wasser zu laufen. Der Film blickt hinter die Kulissen und verfolgt den turbulenten Entstehungsprozess dieses gigantischen Kunstwerkes. Zugleich entsteht ein humorvolles Porträt eines unberechenbaren Ausnahmekünstlers, der es schaffte, Behörden, Sammler, Denkmalpfleger und Naturschützer für seine Idee zu gewinnen.

Faltblatt zur Reihe

Download Faltblatt (pdf; 4,00 MB)


Ausgezeichnet!

Auf der nordmedia-Preisverleihung im Apollo Kino Hannover: Max von Thun (Preispate und Schauspieler), Iris Mügge (Kulturinstitut der Stadt Braunschweig), Thomas Schäffer (Geschäftsführer nordmedia) (Foto: nordmedia/Jörg Lorenz)
Auf der nordmedia-Preisverleihung im Apollo Kino Hannover: Max von Thun (Preispate und Schauspieler), Iris Mügge (Kulturinstitut der Stadt Braunschweig), Thomas Schäffer (Geschäftsführer nordmedia)

Das städtische Kulturinstitut ist für seine Filmreihe „DOKfilm im Roten Saal“ mehrfach von der zentralen Medien-Fördereinrichtung für Niedersachsen und Bremen „nordmedia“ für die Gestaltung eines hervorragenden Jahresfilmprogramms ausgezeichnet worden.

Kontaktadresse

Roter Saal
Schlossplatz 1
38100 Braunschweig
Telefon 0531 470 4861
E-Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik
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Mit vielen Buslinien: Die Bushaltestelle „Rathaus” befindet sich ebenfalls in direkter Nähe. Dort verkehren die Buslinien 411, 413, 416, 418, 420, 422, 443, 450, 452, 480, 493 und 560.

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