Was tun gegen Mücken?

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Braunschweig, 08. August 2017 Stadt Braunschweig, Pressestelle

Was tun gegen Mücken?

Informationen des Gesundheitsamtes der Stadt Braunschweig

 (Stadt Braunschweig, Daniela Nielsen)
(Stadt Braunschweig, Daniela Nielsen)

„Culicidae" - besser bekannt als gemeine Stechmücken oder Hausmücken - haben Hochsaison. Mehr als 100 Mücken-Arten gibt es in Europa, nur die Weibchen stechen und saugen Blut - und machen uns im Moment das Leben schwer.
Nach einem milden Winter begann der Sommer 2017 mit reichlich Regen. Im feuchten Klima haben die Mückenlarven ideale Bedingungen, sich zu entwickeln.

Sobald es warm ist, schlüpfen sie. Besonders die Nähe zu Wasser verschlimmert die Mückenplage. Das liegt daran, dass Mücken in stehenden Gewässern Eier ablegen, aus denen dann die Mückenlarven schlüpfen. Groß müssen die Gewässer nicht sein – Regentonnen oder sogar Pfützen reichen schon aus. Auch Wasserreste in der Gießkanne können den Insekten als Brutstätte dienen. Wer sich abends im Freien aufhält, kann sich deshalb der Schwärme manchmal kaum erwehren.

Welche Möglichkeiten gibt es, sich zu schützen?

Zunächst mechanische Lösungen: Damit Mücken erst gar nicht in die Wohnung eindringen, sind Insektenschutzgitter eine gute Lösung. Schon einfache Netze für wenige Euro,
die per Klettband am Fensterrahmen befestigt werden, halten Insekten fern. Socken, lange Hosen und Ärmel helfen beim Schutz. Helle, weite Kleidung ist für Mücken unattraktiver als dunkelblaue oder schwarze, deshalb lieber sommerliche Farben bevorzugen.

Chemische Lösungen:

Zur Mückenabwehr sollten Produkte mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) gewählt werden, rät der Berufsverband Deutscher Internisten. Diese Mittel halten vier bis fünf Stunden und können 90 bis 95 Prozent der Mückenstiche verhindern. Als Alternative zu DEET nennt Stiftung Warentest den Wirkstoff Icaridin. Dieser ist ebenfalls in vielen Anti-Mücken-Mitteln enthalten.

Hausmittel wie ätherische Öle und duftende Pflanzen sind in der Regel wirkungslos. Ultraschallgeräte sowie UV-Lampen sind laut Stiftung Warentest ohne Wirkung. Das gleiche gilt für Abwehr-Armbänder. Auch zum Einsatz von Biozid¬-Verdampfern kann nicht geraten werden: die elektrisch betriebenen Geräte verdampfen Insektizide, dies kann für Menschen und Haustiere gesundheitsgefährdend sein.

Erkrankungsfälle durch Übertragung von Denguefieber oder Zikaviren durch Mücken sind in Deutschland bisher nicht gemeldet worden. Sofern man auf die Proteine des Speichels nicht allergisch reagiert, sind grundsätzlich die Stiche zwar lästig, aber harmlos. Durch Kratzen jedoch können sie sich infizieren.



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