Auftakt zur Diskussion

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Braunschweig, 09. August 2017

Auftakt zur Diskussion

Erste Bürgerwerkstatt hat in der IGS Heidberg stattgefunden

Stadtbaurat Heinz Leuer diskutiert mit Bürgerinnen und Bürgern und Verwaltungsmitarbeitern über die Vorschläge für Zukunftsprojekte. (Stadt BS/Nielsen)
Stadtbaurat Heinz Leuer diskutiert mit Bürgerinnen und Bürgern und Verwaltungsmitarbeitern über die Vorschläge für Zukunftsprojekte.
(Stadt BS/Nielsen)

Interessierte Bürger schreiten über den begehbaren Stadtplan und fachsimpeln über Ideen für einzelne Stadtteile. Andere diskutieren mit Vertretern der Verwaltung oder des Planungsbüros „urbanista“ über die an Stellwänden präsentierten Rahmenprojekte für die Stadt der Zukunft. Besonders an dem Kartenausschnitt für den Südwesten Braunschweigs entwickeln sich engagierte Gespräche. Ohne Zweifel geht es in der IGS Heidberg lebhaft zu bei der ersten von zehn lokalen Bürgerwerkstätten auf dem Weg zu einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK).

„Ich freue mich, dass auch viele Vertreter aus den Bezirksräten zu dieser ersten Bürgerwerkstatt gekommen sind“, erklärt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer in seiner kurzen Begrüßungsansprache. Der bisherige Prozess habe eine gute Grundlage für ein gelungenes Stadtentwicklungskonzept geliefert. „Auch von den Bürgern sind viele Ideen gekommen, die uns weitergebracht haben. Aber wir freuen uns über weitere Impulse“, sagt Leuer. Es gebe keinen besseren Weg, so der Stadtbaurat, als sich in den Bürgerwerkstätten für eine lebenswerte Stadt zu engagieren.

Das unterstreicht auch Julian Petrin vom Büro „urbanista“ in seiner Ansprache an die Besucher. „Wir brauchen jetzt noch ein möglichst umfangreiches Feedback von den Bürgern“, sagt er. Das Wissen der Menschen vor Ort sei wichtig, um den Planern in ihren Büros noch so manches Detail mit auf den Weg zu geben.

Kurz darauf ist die Schulmensa zum Raum für lokalpolitische Diskussionen geworden – Snacks und Getränke für die Bürger gibt es dennoch. Auf dem begehbaren Stadtplan kommt Heinz-Georg Leuer mit einer Besucherin ins Gespräch. Sie beklagt Staus an der A39-Auffahrt Rautheim. Ob an der Rautheimer Straße nicht ein Kreisverkehr gebaut werden solle? „Der Kreisverkehr ist weiterhin vorgesehen“, versichert Leuer.

An der Übersichtsgrafik zum Rahmenprojekt „Mobilität im Fluss“ diskutieren Bürger mit Michael Walther aus der Verwaltung über Stadtbahnausbau und Stadttakt zur gleichmäßigeren Auslastung der Bahnen. Eine Bürgerin findet die Idee einer Quartiersgarage für das Östliche Ringgebiet interessant. „Die Baukosten pro Stellplatz betragen 30 000 Euro“, gibt Walther jedoch zu bedenken. Und auch die Standortwahl sei schwierig. Schließlich wolle kein Anwohner eine solche Garage vor der eigenen Haustür haben. Die Diskussion verdeutlicht den derzeitigen Stand des Projekts. Ideen werden nun bewertet und abgewogen. Manches ist umsetzbar, manches nicht.

An dem Kartenausschnitt vom Südosten Braunschweigs kommen Bürger ebenfalls ins Gespräch. Ein neuer Friedhof für die umliegenden Stadtteile westlich von Mascherode? Viele Bürger hören von der Idee zum ersten Mal. „Der Heidberg ist doch stark überaltert. Der Gedankengang ist gut“, meint ein Besucher. Dann hätten es die Menschen nicht weit zu den Gräbern ihrer verstorbenen Angehörigen. Heinrich Knobloch und Ruth Dirks von der Stadtverwaltung klären die Bürger an der Karte darüber hinaus auf, was es mit möglichen Freiräumen und Biotopverknüpfungen zwischen den Stadtteilen auf sich hat.

„Mobilität und Stadtbahnnetz waren Themen, die mehrfach an mich herangetragen wurden“, hält Julian Petrin am Ende der Veranstaltung fest. Die von den Bürgern ausgefüllten Fragebögen würden jetzt ausgewertet. Viele weitere werden bei den weiteren Bürgerwerkstätten hinzukommen, zu der alle Bürger herzlich eingeladen sind: 09.08.: Lessinggymnasium, Aula; 10.08.: Martino-Katharineum, Aula; 14.08.: Haus der Wissenschaft, Aula; 16.08.: Dorfgemeinschaftshaus Lamme; 17.08.: AWO Begegnungsstätte Frankfurter Straße; 21.08.: Stadthalle Braunschweig, Congress Saal; 22.08.: NFF TU Braunschweig (Hermann-Blenk-Straße 42), Seminarräume; 23.08.: Wilhelm-Bracke-Gesamtschule, Aula; 24.08.: IGS Volkmarode, Aula.

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