Am Alsterplatz entsteht ein neues Quartier

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Braunschweig, 04. Dezember 2017 Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig

Am Alsterplatz entsteht ein neues Quartier

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Mit drehender Trommel biegen immer wieder LKW-Fahrmischer in die Baustelleneinfahrt am Rheinring ein und liefern Frischbeton auf die Baustelle. Stahlbieger verarbeiten tonnenweise Baustahl, der als Bewehrung von Betonbauteilen dient. Bauarbeiter fertigen Schalelemente an, die beim Betonieren die Form des Bauteils vorgeben. Einzelbauteile, wie etwa Stützen, werden aus „Betonbomben“ gefüllt, die vom Kran herangeführt werden. Bei größeren Bauteilen werden Betonpumpen eingesetzt.

Nur rund 35 Bauarbeiter arbeiten auf der Großbaustelle zwischen Alsterplatz und Peenestraße in der Braunschweiger Weststadt, jedoch mit großer Präzision und Effizienz. „Die Rohbauarbeiten schreiten schnell voran. In jedem Monat entsteht ein neues Geschoss“, beschreibt Rüdiger Warnke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Nibelungen-Wohnbau-GmbH den Baufortschritt. „Wir sind voll im Zeit- und Kostenplan.“

Dabei sind die Anforderungen alles andere als einfach. „Der teilweise wasserhaltige, lehmige Boden am Alsterplatz ist ein schwieriger Baugrund, der im Bereich der Tiefgarage einen erhöhten Aufwand bei der Gründung erfordert“, sagt Nibelungen-Geschäftsführerin Maren Sommer-Frohms. “Bereits zu Beginn der Bauarbeiten mussten einige Abschnitte der Baugruben durch einen ‚Berliner Verbau‘ gesichert werden. Für die Tiefgarage ist eine technisch anspruchsvolle Gründung notwendig: Hoch anstehendes Wasser im Baugrund birgt die Gefahr, dass der Parkkeller nach Fertigstellung aufschwimmt und dadurch Schäden am Gebäude entstehen.“

Um dies zu verhindern, werden an 60 Stellen unterhalb der Bodenplatte der Tiefgarage Mikropfähle mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern gesetzt, die zehn Meter in den Baugrund gebohrt werden. Beim Entfernen der Bohrhülse wird das Bohrloch mit einer Dispersionsflüssigkeit unter Druck befüllt. Ist sie ausgehärtet, verhindert sie den Auftrieb des Baukörpers durch Reibungswiderstand.

In der Weststadt entsteht auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern ein neues, attraktives Wohn­quartier. Nach einem zukunfts­weisenden städte­baulichen und land­schafts­planerischen Gesamt­konzept werden 219 Wohnungen gebaut. Fast auf den Tag ist es ein Jahr her, seit die Nibelungen-Wohnbau-GmbH dafür den ersten Spatenstich am Alsterplatz vornahm. „Dies war der Auftakt für eine Investition von mehr als 60 Millionen Euro und ist neben unserem Engagement im nördlichen Ringgebiet das zweite Großprojekt unserer Gesellschaft“, sagt Warnke.

Jetzt sind rund 40 Prozent der Rohbauarbeiten fertig und die Dimension des ungewöhnlichen städtebaulichen Projektes wird sichtbar. In absehbarer Zukunft werden hier rund 500 Menschen wohnen. Die ersten können voraussichtlich schon Ende 2018 einziehen. Das Spektrum reicht von Zweizimmerwohnungen für Paare und Singles, die in Braunschweig derzeit besonders stark nachgefragt und daher knapp sind, bis zur Fünf­zimmer­wohnung für Familien.

Vom markanten Turm, der an der Nordseite des Alsterplatzes entsteht, sind bereits vier der acht Geschosse sichtbar. Daneben ein Gebäuderiegel mit drei und vier Geschossen, die im Erdgeschoss Platz für Geschäfte und Dienstleistungs­unternehmen vorsehen, zum Beispiel für eine Bäckerei mit Café und eine Bank. Darüber werden zwei Arztpraxen eröffnen und auf dem Dach soll ein Garten angelegt werden, der gemein­schaftlich vom Netzwerk Gemein­sames Wohnen und von einer Wohnpflegege­meinschaft genutzt werden kann.

Ähnlich weit sind die Rohbauarbeiten für die Mietwohnungen im Maisonette-Stil und zwei Gebäude mit 64 öffentlich geförderten Wohnungen sowie von 36 Eigentumswohnungen gediehen.

„Dieses Projekt hat von Anfang an große Aufmerksamkeit auf sich gezogen“, berichtet Geschäftsführerin Maren Sommer-Frohms. „Es herrscht reges Interesse. Unsere Interessentenliste für die Mietwohnungen und auch die Eigentumswohnungen ist gut gefüllt.“

Ein Grund dafür mag die fortschrittliche Konzeption des Quartiers sein, das aus einem städtebaulichen Wettbewerb und einem Gestaltungswettbewerb hervorging. „Diese 219 Wohnungen und die Geschäfte werden eine Menge Leben in die Weststadt bringen. Die unter­schiedlich großen Wohnungen, davon 36 barrierefrei, werden Menschen unterschiedlichsten Alters zusammenbringen“, sagt Maren Sommer-Frohms. „Kennzeichen dieses neuen Wohngebietes wird überdies viel Grün sein.“

Ab Frühjahr 2018 werden je nach Fertigstellung der Einzelgebäude die Fenster eingebaut. Dann beginnt mit Elektro-, Sanitär- und Heizungsarbeiten auch der Innenausbau. Bereits in den nächsten Sommerferien ist die Neugestaltung des Alsterplatzes geplant. Die Fertigstellung des Baugebietes, zu dem auch der Bau einer zweizügigen Kindertagesstätte samt Außenanlage gehört, ist für 2020 geplant.



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