Ausbau der Überwachung der Geschwindigkeit

Themenbanner

alle Nachrichten

Braunschweig, 26. Juni 2019 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Ausbau der Überwachung der Geschwindigkeit

 (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet)

Die vorgesehene stationäre Geschwindigkeitsüberwachung in Braunschweig wird an zwei Standorten mit drei Messsäulen und einer Überwachungskamera durchgeführt.  Zusätzlich beschafft und betreibt die Stadtverwaltung eine so genannte semistationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage, kurz „Blitzanhänger“ oder Semistation inklusive Kamera. Das hat der Rat am Dienstag, 25. Juni, auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen.

Der vom Rat 2017 beschlossene Ausbau der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung wird damit insofern modifiziert, als nicht sechs Messsäulen und zwei Kameras, sondern drei Messsäulen und eine Kamera beschafft werden und ergänzend eine Semistation einschließlich Kamera eingesetzt wird. So wird es möglich, die Vorteile einer Semistation zu nutzen, ohne auf die Möglichkeiten stationärer Messsäulen zu verzichten.

Eine Semistation ist ein Anhänger mit eingebauter Messtechnik, der bei einer Akkulaufzeit von bis zu fünf Tagen rund um die Uhr autark messen kann. Diese Anlagen waren 2017 noch nicht auf dem Markt, so dass sie seinerzeit nicht vorgeschlagen werden konnten.

Eine Semistation vereint die Vorteile stationärer und mobiler Überwachungstechnik: der Standort kann flexibel gewechselt werden, die Geschwindigkeit wird überwacht, ohne dass die Anwesenheit von Messpersonal erforderlich ist. Sie kann in Parkbuchten oder auf Grünstreifen aufgestellt werden, und bei den Verkehrsteilnehmern tritt kein Gewöhnungseffekt ein. Auch die Polizei hat sich deshalb für eine Semistation ausgesprochen. Die Städte Hannover, Wolfsburg und Salzgitter sowie die Landkreise Goslar und Wolfenbüttel haben bereits eine Semistation im Einsatz bzw. im Testbetrieb.

Die Gesamtkosten für drei Messsäulen und eine Kamera sowie eine Semistation einschließlich Kamera werden auf etwa 370.000 € veranschlagt.

Ausblick

Geschwindigkeitskontrolle dient der Verkehrssicherheit. Deshalb hat die Verwaltung in den vergangenen Wochen an den Ausfallstraßen mit den höchsten Verkehrsmengen und an Straßen, die von Stadtbezirksräten zur Überwachung vorgeschlagen wurden, umfangreiche verdeckte Geschwindigkeitsüberwachungen durchgeführt. Die Ergebnisse werden in enger Abstimmung mit der Polizei auch in Bezug auf Unfallbrennpunkte bewertet und gewichtet.

Da nach den Richtlinien für die Überwachung des fließenden Verkehrs durch Straßenverkehrsbehörden das Einvernehmen mit der Polizei vor Durchführung jeder Verkehrsüberwachungsmaßnahme u. a. auch über die Auswahl der Messstellen erzielt werden muss, wird die Verwaltung die Standortvorschläge für die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung in den nächsten Wochen mit der Polizei final abstimmen. Nach der Sommerpause wird sie dann die betroffenen Stadtbezirksräte beteiligen und dem Rat dann konkrete Standortvorschläge für die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung unterbreiten. Weitere Einzelheiten in Beschlussvorlage 19-11071 unter www.braunschweig.de/ratsinfo.

Rückblick 

Im Februar dieses Jahres hatte die Stadt Braunschweig ein zweites Messfahrzeug für die mobile Geschwindigkeitsüberwachung in Betrieb genommen. Gemäß Ratsauftrag wurde damit die Kontrolle auf das gesamte Straßennetz im Stadtgebiet ausgeweitet. Nach der Einstellung von zusätzlichem Personal wird das erste Messfahrzeug bereits seit Sommer 2018 verstärkt auf den Messstellen an Strecken mit Tempo 30 eingesetzt. Mithilfe des neuen Fahrzeugs hat die Stadtverwaltung die Überwachung auf Straßen ausgedehnt, auf denen 50 Kilometer pro Stunde oder mehr gefahren werden darf. An diesen kontrollierte zuvor allein die Polizei.



alle Nachrichten