Richard Borek ist neuer Ehrenbürger der Stadt

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Braunschweig, 11. Juli 2019

Richard Borek ist neuer Ehrenbürger der Stadt

Richard Borek bekommt den Ehrenbürgerbrief von Oberbürgermeister Ulrich Markurth überreicht. (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattet)
Richard Borek bekommt den Ehrenbürgerbrief von Oberbürgermeister Ulrich Markurth überreicht.
(Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattet)

Richard Borek ist neuer Ehrenbürger Braunschweigs. Diese Ehrung der Stadt Braunschweig hat er am 10. Juli von Oberbürgermeister Ulrich Markurth vor rund 150 Gästen in der Dornse des Altstadtrathauses erhalten. "Braunschweig und Borek sind eine Marke", sagte der Oberbürgermeister zu Beginn seiner Rede und spielte darauf an, dass der erfolgreiche Münz- und Briefmarkenhandel der Unternehmensgruppe Braunschweig auch überregional bekannt gemacht habe.

Richard Borek trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein. (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattet)
Richard Borek trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein.
(Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattet)

1981 habe der Unternehmer mit der Gründung der Richard Borek Stiftung die Grundlage für ein dauerhaftes Engagement in so unterschiedlichen Bereichen wie Denkmalschutz, Kunst und Kultur, Soziales sowie die städtebauliche Entwicklung Braunschweigs gelegt. Für die Stiftung gelte das, was für Richard Borek auch gelte. Sie verbinde Menschen und Institutionen in dieser Stadt, stelle Fragen und gebe Impulse. Sie handele und helfe oft bereits, noch bevor sie um Hilfe gebeten werde.

Dabei verfolge Richard Borek seine Ziele mit Hartnäckigkeit, und das gefalle natürlich nicht jedem. Doch persönliches Engagement trage eben auch weit, und Meinungsverschiedenheiten könnten zu guten Ergebnissen führen, wenn sie fair ausgetragen werden. Entscheidend für die Ehrenbürgerwürde sei auch nicht, ein Mensch ohne Ecken und Kanten zu sein, sondern sich um Braunschweig in herausragender Weise verdient gemacht zu haben. "Und das gilt für Sie in ganz besonderem Maße", sagte er in Richtung von Richard Borek.

Der Einsatz für die Braunschweiger Parks, für die Landesmuseen, das Residenzschloss, das Hospiz - das waren nur einige Schlaglichter, die der Oberbürgermeister auf das Wirken von Richard Borek warf. Nicht zuletzt würdigte er das Projekt St. Leonhard, wo behinderte und nicht-behinderte Menschen altersübergreifend zusammenarbeiten und leben, als ein Beispiel für moderne inklusive Quartiersentwicklung mit Vorbildcharakter. Mit all seinen Projekten habe Richard Borek die Stärkung des Gemeinwohls und die Entwicklung der Stadt zu seiner Maxime gemacht.

Laudator Dr. Bernd Meier betonte, Richard Borek habe nie sich selbst, sondern immer die Sache in den Vordergrund gestellt. Auch darin sei er ein Vorbild. Er berichtete aus eigener Erfahrung aus der jahrelangen gemeinsamen Arbeit in der Arbeitsgruppe Innenstadt. Richard Borek habe sich dabei selbst immer als einen "Lernenden" begriffen. Keineswegs sei er grundsätzlich mit einer vorgefassten Meinung aufgetreten, vielmehr hätten er ebenso wie die Stiftung von Beginn an gefragt und zugehört, wo in der Stadt Bedarf für Engagement gesehen wurde, zum Beispiel beim Thema Denkmalschutz. Geleitet habe ihn dabei immer der Wunsch, dass seine Heimatstadt sich weiterentwickelt, und dass ihre Schätze sichtbar werden. Den Einsatz für das Braunschweigische und damit verbunden frühe Ideen zu einem Regionalmarketing hob Dr. Meier weiterhin hervor. Die Ehrenbürgerwürde für Richard Borek sei alternativlos.

Festredner Dr. Bernd Meier, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Ehrenbürger Richard Borek, Erika Borek und Ehrenbürger Gerhard Glogowski (v.l.). (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattet)
Festredner Dr. Bernd Meier, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Ehrenbürger Richard Borek, Erika Borek und Ehrenbürger Gerhard Glogowski (v.l.).
(Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen / Weiterverbreitung nicht gestattet)

Der Geehrte selbst danke für die Auszeichnung „aus übervollem Herzen“. Die Worte hätten ihn bewegt und nachdenklich gemacht. Er dankte dem Oberbürgermeister, dass dieser ihn zur Auszeichnung vorgeschlagen habe, wissend, dass dieser Vorschlag kritisiert werden würde. Ausgezeichnet werde das Ergebnis seines Engagements; nicht um ihn selbst gehe es dabei, vielleicht helfe dieser Gedanke denen, die im Rat der Verleihung nicht hatten zustimmen können. Er sei sicher unkonventionelle Wege gegangen, sei sicher manchmal auch übers Ziel hinausgeschossen, aber er hätte auch gelernt, dass es Grenzen gibt, sagte Richard Borek. Als Unternehmer sei er allerdings niemand, der in einem Gremium eine Rolle als passives Mitglied einnehmen könne, er sei es gewohnt zu entscheiden und zu handeln. Er dankte Herrn Dr. Meier für seine Laudatio und dem Braunschweiger Rat für die Entscheidung, ihm zum Ehrenbürger zu machen. An die Adresse der Ratsleute richtete er noch einen weiteren Dank: dafür, dass sie akzeptierten, dass heutzutage viel mehr Menschen – so wie er selbst – mitreden wollten. Einen Dank richtete er auch an den Ehrenbürger Gerhard Glogowski, mit dem ihm der Einsatz für die Braunschweigische Identität verbinde. Zwei Menschen dankte er insbesondere: Er gedachte seines Vaters, von dem er gelernt habe, dass ein Unternehmer ein bürgerschaftliches Engagement trotz allen Verpflichtungen sehr wohl leisten könne, wenn er es nur wolle. Und er dankte seiner Frau Erika, die nicht hinter ihm, sondern immer neben ihm gestanden habe, und ohne deren persönlichen Einsatz insbesondere die sozialen Projekte der Richard Borek Stiftung nicht möglich gewesen wären.

Allen Anwesenden gab er den Wunsch mit auf den Weg, sie mögen mit Gottes Hilfe ihren persönlichen Auftrag finden, so wie er ihn gefunden habe. Und ganz wunderbar wäre es, wenn das zu noch mehr bürgerschaftlichem Engagement in Braunschweig führe.



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