Neue Okerbrücke Grund wurde eröffnet

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Braunschweig, 10. September 2018 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Neue Okerbrücke Grund wurde eröffnet

Mit dem Durchscheiden eines Bandes wurde die Brücke von Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer (Mitte, rote Krawatte) sowie Vertreterinnen und Vertretern der Politik und der ausführenden Firmen offiziell eröffnet. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Mit dem Durchscheiden eines Bandes wurde die Brücke von Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer (Mitte, rote Krawatte) sowie Vertreterinnen und Vertretern der Politik und der ausführenden Firmen offiziell eröffnet.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Die neue Okerbrücke Grund in Melverode und die entsprechenden Wegeanbindungen sind früher als ursprünglich geplant fertig geworden. Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer hat die Brücke bereits am heutigen Montag eröffnet und für den Verkehr freigegeben. Leuer sagte: „Ich freue mich, dass die Okerbrücke Grund sogar ein bisschen früher als geplant fertig geworden ist, da die zu erwartenden Stillstandzeiten aufgrund von Hochwasser, wie es im Jahr 2017 der Fall war, nicht eingetroffen sind. Mein Dank gilt den ausführenden Baufirmen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, die an diesem Neubauprojekt mitgewirkt haben, und den Anliegern für ihre Geduld. Die neue Brücke ermöglicht Fußgängern, Radfahrern und auch mobilitätseingeschränkten Personen einen angenehmeren Zugang zum Südsee.“

Die neue Okerbrücke Grund. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Die neue Okerbrücke Grund.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf rund eine Million Euro, darunter etwa 180.000 Euro für den Wegebau und 600.000 Euro für den Brückenbau.

Die Bauarbeiten an der Brücke hatten im März 2018 begonnen. Nachdem Ende März der alte Überbau mithilfe eines Kran entfernt wurde, wurde die Umgebung am östlichen Teil der Brücke angehoben. Durch die Anhebung konnte die Brücke ohne Rampe oder Treppe an die umliegenden Wege angebunden werden. Alle zuführenden Wege wurden mit einer Neigung von maximal sechs Prozent angelegt und soweit verlängert, bis das vorhandene Geländeniveau erreicht wurde. Dies erleichtert Radfahrern und mobilitätseingeschränkten Personen die Nutzung.

Im Juli wurde der etwa 35 Tonnen schwere neue Überbau eingehoben. Die neue Brücke ist zwischen den Geländern vier Meter breit und 29,50 Meter lang. Der Stahlfachwerküberbau ist nach oben gebogen angelegt und zwischen 1,60 und 2,90 Metern hoch. Die Lauffläche der Brücke besteht aus einer Stahlplatte, die mit einem rutschhemmenden Reaktionsharzbelag beschichtet ist und somit auch bei Feuchtigkeit griffig ist.

Nachdem die neue Brücke stand, wurden die Wege gebaut und asphaltiert, parallel wurde an Geländern sowie der Beleuchtung gearbeitet. Diese Arbeiten sind nun weitestgehend abgeschlossen, es stehen lediglich kleine Restarbeiten aus beispielsweise am Geländer Richtung Südsee und auf dem Weg in Richtung Kirchplatz. Die Arbeiten sollen bis Mitte Oktober erledigt sein und beeinträchtigen die Nutzbarkeit der Brücke nicht. Eine Bepflanzung ist für November vorgesehen.

Hintergrund:

Bis zum Oktober 1968 hatte der Ortsteil Melverode keine direkte fußläufige Verbindung zum Südsee, erst dann wurde die sogenannte Delta-Brücke Grund fertiggestellt. Der Überbau stammte von der Behelfsbrücke über die ehemalige B4 (heute BAB 395), die während des Baus der Sachsendammbrücke die Ortsteile Heidberg und Melverode verband. Fast 50 Jahre war die Delta-Brücke Grund in Melverode eine viel genutzte Brücke für Radfahrer und Fußgänger.

Im Laufe der letzten Jahre wurde aufgrund des baulichen Zustands der Brücke über eine Instandsetzung nachgedacht. Die Vorplanung ergab jedoch, dass eine Instandsetzung unwirtschaftlich wäre. Besonders für Radfahrer war die Brücke mit einer lichten Breite von nur zwei Metern und dem Höhenunterschied zur Straße Grund von ebenfalls etwa zwei Metern sehr nutzerunfreundlich. 2015 führten diese Argumente zum Beschluss, an gleicher Stelle einen Neubau zu errichten.

Für die Planung der Brücke waren zwei Dinge maßgebend: zum einen die Empfehlung für Radverkehrsanlagen von der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen, die für Brücken eine Mindestbreite von vier Metern fordert, und zum anderen die Nutzung für mobilitätseingeschränkte Personen durch den Wegfall der Rampe und der Treppe in der Straße Grund deutlich zu verbessern.

Das Brückenbauwerk wurde in seiner Lage leicht gedreht, sodass die Hauptverkehrsrichtung nun nutzerfreundlich angebunden ist. Das neue Brückenbauwerk entspricht in seiner Höhenlage annähernd der damaligen Delta-Brücke, womit der Durchfluss des 100-jährigen Hochwassers gewährleistet ist.



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