Neues Stadtquartier Nördliches Ringgebiet

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Braunschweig, 04. Juli 2018 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Neues Stadtquartier Nördliches Ringgebiet

Blicken über das neue Stadtquartier, von links: Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer, Oberbürgermeister Ulrich Markurth und die Geschäftsführer der städtischen Nibelungen Wohnbau GmbH (Niwo), Maren Sommer-Frohms und Torsten Voß. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Blicken über das neue Stadtquartier, von links: Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer, Oberbürgermeister Ulrich Markurth und die Geschäftsführer der städtischen Nibelungen Wohnbau GmbH (Niwo), Maren Sommer-Frohms und Torsten Voß.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Rund zweieinhalb Jahre nach Beginn der Hochbauarbeiten sind die ersten Mieter und Eigentümer in neu errichtete Wohnungen am Gotenweg im Nördlichen Ringgebiet eingezogen. Zugleich drehen sich weiter zahlreiche Kräne, die Bauarbeiten gehen unvermindert voran. Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer machten sich gemeinsam mit Maren Sommer-Frohms, Geschäftsführerin der städtischen Nibelungen Wohnbau GmbH, am Mittwoch, 4. Juli, ein Bild vom Stand der Projekte.

„Wir halten Wort mit der Wohnbauoffensive in Braunschweig und schaffen mit Hochdruck attraktiven und zugleich bezahlbaren Wohnraum“, sagt Oberbürgermeister Markurth. „Mit dem ‚Nördlichen Ringgebiet‘ haben wir das größte Braunschweiger Wohnprojekt seit Jahrzehnten am Start. Insgesamt werden hier etwa 1.500 hochwertige Wohneinheiten gebaut. Es entsteht ein ganz neues, gut angebundenes und innenstadtnahes Quartier, mit einer ausgewogenen Mischung aus Wohn- und Freizeitnutzungen, überwiegend auf Brachflächen. Das ist ein wichtiger Aspekt der künftigen städtischen Innenentwicklung, der auch bei ‘Denk Deine Stadt‘, dem Beteiligungsprozess für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) einen besonderen Stellenwert einnimmt.“

Stadtbaurat Heinz Leuer ergänzt: „In ganz Braunschweig bereiten wir eine Vielzahl von Wohnbauprojekten vor. Unser Ziel ist es weiterhin, von 2013 bis 2020 Planungsrecht für 5.000 Wohneinheiten zu schaffen. Dabei sind wir auf einem guten Weg.“

Die jetzt bezogenen Wohnungen gehören zum Projekt „Caspari-Hof“ der WATU GmbH, die als erstes Unternehmen nach der Erschließung durch die Nibelungen-Wohnbau mit dem Hausbau im ersten Abschnitt des Baugebiets Taubenstraße begonnen hatte. Im Oktober wird das erste, an der Straße Nordanger gelegene Gebäude der Nibelungen-Wohnbau bezugsfertig sein. Insgesamt werden dieses Jahr 89 neue Wohnungen im Nördlichen Ringgebiet bereitgestellt. Fast alle Wohnungen sind bereits vermietet oder verkauft.

Im nächsten Jahr werden dann die Nibelungen und die Wohnungsbaugesellschaft Wiederaufbau weitere Gebäude mit rund 300 Wohnungen fertigstellen. Im Frühjahr 2020 wird der Gebäudekomplex der Braunschweiger Baugenossenschaft (BBG) mit 94 Wohnungen bezugsfertig sein. 20 Prozent der Wohnungen der drei Wohnungsbaugesellschaften werden sozial gefördert.

Maren Sommer-Frohms sagte zur Vermarktungssituation bei den Gebäuden der Nibelungen Wohnbau: „Der Wohnraum im neuen Quartier ist begehrt: 467 Interessenten haben sich bei uns zum Vertriebsstart für unsere 174 neuen Wohnungen in den Lichtwerk-Höfen registrieren lassen. Das neue Quartier besticht durch die attraktiven Hofsituationen, die modernen Mobilitätsstrukturen und die Braunschweig-typische Blockrandbebauung mit den sich das neue Quartier in die Umgebung vernetzt.“

Zurzeit wird das Gebiet noch durch Baustraßen erschlossen. Zusammen mit den Investoren plant die Verwaltung derzeit den Straßenendausbau. Spätestens im Frühjahr 2019 will die für die Erschließung zuständige Nibelungen-Wohnbau beginnen, die Straßen und die öffentlichen Grünflächen fertigzustellen. Das soll mit der Ausgestaltung der privaten Freiflächen einhergehen.

Auch der öffentliche Personennahverkehr wird angebunden. Über Wodanstraße und Mitgaustraße wird eine Buslinie von und in Richtung Zentrum verkehren, die auch die Fünf-Gruppen-Kita der Nibelungen Wohnbau am Eingang zum Stadtanger anbinden wird. Maren Sommer-Frohms: „Im Anschluss an unsere Kita entsteht ein Gewerbeflächenmix unter den Arkaden an der Mitgaustraße. Erste Mietverträge sind unterzeichnet.“ Der nächste Schritt in Braunschweigs größtem Wohnungsbauprojekt steht kurz bevor. Im April hatte der Rat den Bebauungsplan „Nordanger“ für den zweiten Bauabschnitt im Nördlichen Ringgebiet beschlossen. Die Erschließungsarbeiten werden derzeit vorbereitet und sollen 2019 ausgeführt werden.

Zum nördlichen Ringgebiet wird auch das an die Hamburger Straße angrenzende Baugebiet „Mittelweg-Südwest“ gezählt. Auch hier wird kräftig gebaut, nachdem die Verwaltung und der Rat im vergangenen Sommer die Weichen für die Realisierung des Wohngebiets gestellt haben. Es umfasst in universitäts- und innenstadtnaher Lage rund 300 neue Wohneinheiten sowie eine Fünf-Gruppen-Kindertagesstätte.

Das insgesamt 57.200 Quadratmeter große ehemalige Betriebsgelände des Braunschweiger Zeitungsverlags hat die Staake GmbH & Co. KG erworben. Während auf dem westlichen Teil Büroflächen sowie Platz für einen Nahversorgungsstandort geschaffen werden, werden auf den östlichen Flächen und auf dem bisherigen Aldi-Gelände Wohnungen gebaut. Der Markt wechselt an die Hamburger Straße.

Der städtebauliche Entwurf aller neuen Quartiere im Nördlichen Ringgebiet sieht ein städtisch geprägtes, verdichtetes Wohngebiet mit Geschosswohnungsbau vor, das durch gereihte Stadthäuser im Süden ergänzt wird. OB Markurth: „Auch dieses Wohngebiet ist ein Baustein, mit dem das anspruchsvolle Konzept zur Wohnraumversorgung in Braunschweig umgesetzt wird. Durch die Nutzung vorhandener infrastruktureller Ressourcen und die Umnutzung bereits bebauter und erschlossener Gebiete ist es ein bedeutender und positiver Beitrag im Sinne einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Stadtentwicklung.“

Das neue Quartier profitiert in besonderer Weise vom Ringgleisweg, dem beliebten Freizeitweg auf der ehemaligen Industriegleistrasse rund um die Stadt. Das Ringgleis führt mitten durchs Nördliche Ringgebiet und wurde gerade bis zum Luftschifferweg ausgebaut. Noch in diesem Jahr soll es vom bisherigen Trassenende am Luftschifferweg bis zum Bültenweg verlängert werden.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth im Video :

 

Impressionen aus dem Nördlichen Ringgebiet

Fotostrecke (7 Bilder)



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