Braunschweig - Standort mit Qualitäten

 (Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Gerald Grote)

Mit rund 250.000 Einwohnern ist Braunschweig die zweitgrößte Stadt Niedersachsens und historisches Zentrum der wichtigsten Industrieregion des Landes. Baudenkmäler und mittelalterliche Plätze geben der Stadt an der Oker ein besonderes Flair und machen einen Stadtbummel zum Erlebnis. Die Stadt bietet Lebensqualität und viele Erholungsmöglichkeiten; Harz und Lüneburger Heide liegen zudem ganz in der Nähe.

Anteil der IT-Spezialisten in Braunschweig am höchsten

Auf die Gesamtwirtschaft und das Land gerechnet, liegen niedersächsische Unternehmen unter dem Bundesdurchschnitt und haben Nachholpotenzial bei der Digitalisierung. Dabei wachsen Niedersachsens Unternehmen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) dynamisch – und schneller als andere Branchen. Das stellt das Institut der deutschen Wirtschaft, Köln, in einer aktuellen Studie fest. Sie trägt den Titel „Niedersachsen digital“ und wurde im Auftrag des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall gefertigt.

Seit 2007 ist die Beschäftigung um 22 Prozent gewachsen, im Vergleich zu 17 Prozent außerhalb des IKT-Bereichs. Insgesamt haben die Digitalunternehmen inzwischen 56.324 Mitarbeiter oder zwei Prozent aller landesweit Beschäftigten. Danach ist Hannover auch die Landeshauptstadt, was die Beschäftigung im Digitalbereich angeht. Mit 20.332 Beschäftigten arbeitet hier mehr als jeder dritte Beschäftigte der IKT-Branche. Betrachtet man den Anteil der IKT an allen Beschäftigten – und somit die Bedeutung des Digital-Arbeitsmarktes – ergibt sich ein breiteres Bild. So weisen nicht nur Städte wie Oldenburg (4,3 Prozent) und Hannover (4,2 Prozent) hohe Beschäftigtenanteile im Digitalbereich auf. Auch ländliche Regionen sind dynamisch. Der Landkreis Hameln-Pyrmont liegt mit 4,2 Prozent IKT-Beschäftigten gleichauf mit der Landeshauptstadt. Braunschweig ist mit einem Anteil von 5,8 Prozent in Niedersachsen Spitzenreiter.

Zur Studie "Niedersachsen Digital"


Studie: Junge Menschen schwärmen für Braunschweig

Als eine von vier norddeutschen Städten hat Braunschweig eine besondere Sogwirkung auf junge Menschen. Das hat der Wirtschaftswissenschaftler Harald Simons der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur festgestellt. Er zählt Braunschweig zu einer der 30 deutschen „Schwarmstädte“, die eine große Anziehungskraft auf junge Menschen ausüben.

„Die Studie ist ein Beleg dafür, dass Braunschweig bei jungen Menschen ein positives Image als vitale Großstadt mit Flair hat“, kommentierte Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa die Studie.

Weitere Informationen zur empirica-Studie


Forschung ist Braunschweigs Trumpf

Braunschweig ist Zentrum der forschungsintensivsten Region Deutschlands. Wissenschaft und Forschung kooperieren intensiv mit der Wirtschaft – besonders eindrucksvoll ist das am Forschungsflughafen zu sehen, wo erfolgreiche Wissensvernetzung Braunschweig zu einem europäischen Zentrum der Mobilitätsforschung gemacht hat. Jüngste Ansiedlungen sind die niedersächsischen Forschungszentren für Luftfahrt und für Fahrzeugtechnik – beides Kooperationen der Technischen Universität Braunschweig mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt bzw. Volkswagen. Zusammen mit über 40 Unternehmen bilden sie am Forschungsflughafen ein Innovationsnetzwerk, das vorbildlich zusammenarbeitet.

Die Wissenschaft expandiert auch im Uni-Viertel, wo das Braunschweiger Zentrum für Systembiologie (BRICS) entsteht – eine weitere Kooperation der TU, in diesem Fall mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Hier wollen Biologen, Mathematiker, Informatiker und Ingenieure gemeinsam biomedizinische Grundlagenforschung effizienter gestalten. Ebenfalls interdisziplinär wird auf dem Gebiet der personalisierten Medizin im Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik geforscht, das Ende 2016 fertiggestellt sein wird.

Ausstrahlungskraft hat nicht nur die Wissenschaft: Das Braunschweigische Staatstheater mit vier Sparten und einem A-Orchester hat ebenso einen exzellenten Ruf wie die Museen, von denen das Herzog Anton Ulrich-Museum eine Gemäldesammlung von europäischem Rang besitzt. Eine lebendige Kulturszene bietet ebenso wie der Sport viele Freizeitmöglichkeiten.

Braunschweig hat Zukunft, denn die Stadt schreibt bei der Einwohnerentwicklung seit Jahren schwarze Zahlen. Vielleicht auch deshalb, weil sich Immobilieninvestments hier lohnen. In einem Ranking der Wirtschaftswoche (6/2015) landete die Stadt unter 26 Städten ihrer Klasse auf Rang drei, bei Spiegel Online (3/2015) setzten Immobilienexperten Braunschweig beim Vergleich von 111 Städten auf Platz vier.

Braunschweig ist überdies sehr familienfreundlich: Frühkindliche Bildung und Schulkindbetreuung werden intensiviert, der Anteil der Ganztagsschulen erhöht und die Schulsanierung forciert. Dem Nachwuchs steht die gesamte Palette der Schulformen zur Auswahl – einschließlich einer internationalen Schule. Außerdem ist Braunschweig mit der Technischen Universität, der Hochschule für Bildende Künste sowie der Welfenakademie wichtiger Hochschulstandort Niedersachsens.

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